Zeittafel

769 Lull, Nachfolger des Hl.Bonifatius als Bischof von Mainz, gründet das Kloster von Hersfeld.
775 wird Ulfen (ein Nachbarort) im Güterverzeichnis des Hersfelder Klosters erwähnt.

stellt Lullus das Kloster unter den Schutz Karls des Großen. Dieser erhebt es zur Reichsabtei.

786 wird Bebra im Güterverzeichnis des Hersfelder Klosters erwähnt
  Hinweise auf eine ältere Burganlage “..seit Olims Zeit verlassen”. Lage des Tannenberg im Grenzgebiet zwischen Franken und Sachsen.
Um 1300

Auf dem Tannenberg wohnt Ludwig der Alte, der Sohn von Heinrich. Nach einem Chronisten der Vater von Ludwig dem Strengen.

1326 Steht  Ludwig der Strenge von Baumbach beim Landgrafen Heinrich II (dem Eisernen) von Hessen in hoher Gunst und erlangt die Ritterwürde.
1348 Erste urkundliche Erwähnung der Burg (Haus am Tannenberg bzw Hus tzu Thanniberg) im Rahmen eines Vergleichs zwischen dem Landgrafen von Hessen und den von Baumbach.
1349 Eine Urkunde besagt, dass die alte Kapelle auf dem Tannenberg (wann diese erbaut wurde ist unbekannt, die Quelle legt jedoch nahe, dass sie schon längere Zeit dort steht) eigenständig wird und nicht mehr der Parochialkirche zu Renda zugehört. Abt Johann II. von Hersfeld, Lehnsherr der von Baumbach bestätigt diese Trennung im Jahr 1356 formell.
Vorangegangen war ein Streit des Kaplans zu Tannenberg mit dem Pfarrer von Hasel um den Nachlass Verstorbener. Die Urkunde gilt zugleich als Gründungsurkunde der Kirchengemeinde von Nentershausen.
1357 Ist der gestrenge Ritter Ludwig von Baumbach verschieden.
1360 Geben die Söhne Ludwig des Strengen: Helmrich, Tyle, Heinrich und Lutze das Lehen der Burg an den Abt von Hersfeld zurück, um es vom Landgrafen von Hessen neu zu empfangen, den der Abt damit belehnt hat.
1373 Fehde mit dem Stift Fulda. Mit Hilfe des verbündeten Erfurt verhehren die von Baumbach das Land des Stifts.
1375 Landgraf Hermann von Hessen und Abt Conrad von Fulda belagern den Tannenberg. Die jeweiligen Orte haben heute noch die Namen der jeweiligen Lager: „ Hesseler oder Hessenschanze“ im Süden der Burg und „Buchenstein“ nach den Buchenauer Reisigen des Abtes im Nordwesten. Viele der umliegenden Dörfer werden verwüstet, zum Teil dermaßen, dass sie nicht wieder aufgebaut wurden. Man einigt sich jedoch schließlich mit einem Vergleich. Im gleichen Jahr wird noch der älteste bekannte Lehnsbrief über die Tannenburg zwischen dem Landgrafen Hermann und den von Baumbach besiegelt.
1393 Fehde mit dem Landgrafen Hermann von Hessen. Dieser belagert die Burg zusammen mit benachbarten Ritterfamilien der von Baumbachs. In einem internen Vertrag der Belagerer wird die Aufteilung der Burg und der Abbruch des Hauptverteidigungswerkes der Burg “Erbenstein” vereinbart. Aus der Eroberung wurde jedoch nichts. Man einigte sich gütlich.
1405 Schieds- und Sühnevertrag der Ganerben über innere Streitigkeiten.
1414 Fehde mit den von Buchenau in deren Folge 1418 der Kirchenbann über die von Baumbach verhängt wird.
1434 Burgfrieden der Ganerben
1444 & 1448 Briefe der Stadt Erfurt das Bündnis mit den von Baumbach betreffend. Offenbar stellte die Stadt Gelder in Aussicht zur Erhaltung der baufälligen Burgmauern. Dafür wurde Geleitschutz der Erfurter Kaufleute auf den Handelswegen durch den Seulingswald und im Umland erwartet. Es wird um Geleitschutz einer Erfurter Gesandschaft ab Saltza gebeten, welche die Mauern besichtigen soll.
1515 „Schäferfehde“ mit den von Bulzingleben. Auf beiden Seiten werden die Dörfer heimgesucht und viel Vieh geraubt.
1538 bis 1540

Umbauten in der „Neuen Kemenate“. Das Balkenwerk in der Eingangshalle trägt die Jahreszahl 1538.

1539 Bau  oder Erneuerung der Kapelle vor dem inneren Tor, vermutlich als reformierte Gebetsstätte auf der Burg. Die Kapelle in der „Neuen Kemenate“ war im Besitz des „papistischen“ Ewald von Baumbach, der "mit Leiterwagen" alte Heiligenbilder auf die Burg schaffen ließ. Die Kirchenspaltung bewegte also auch die Gemüter der Ganerben.
1543 Bau des Mittelhauses durch Anna v. Baumbach als Witwensitz.
1545 Ist der Umbau des "Ruhler Hauses" durch Ludwig VII. und Ewald von Baumbach abgeschlossen.
1617 Testament Heinrich des Dicken zugunsten der Schweine-Lena, eben einer Schweinehirtin aus Nentershausen. Auch der damalige Chronist empört sich über die unstandesgemäße Liebe.
1698 bis 1738 Die Ganerben verkaufen nach und nach ihre Anteile an der Burg an den Landgrafen von Hessen. Die Burg wird von Arbeitern der umliegenden Höfe bewohnt.
1903 Der Familienverband von Baumbach wird gegründet und erwirbt die Burg vom preussischen Staate zurück.
1920 Die Burg wird dem deutschen Jugendherbergsverband vermietet. Im dritten Reich wird sie Tagungsstätte der Hitlerjugend und des Bundes Deutscher Mädel..
Nach 1945 Flüchtlingslager und Jugendherberge.
1983 bis 2000 Das Heimat-und Bergbaumuseum Nentershausen ist im Nordflügel untergebracht.
1984 Gründung des Fördervereins „Freunde des Tannenberg“. Es wird ein Erbauvertrag mit dem von Baumbachschen Familienverband geschlossen. Mit Bundes - und Landesmitteln kann die Kernburg zum Großteil gesichert werden.
1995 Konzept der Mittelaltergruppe „Allerley“ zur Belebung der Burg durch ihren Ausbau zu einer mittelalterlichen Erlebnisburg mit musealen, künstlerischen und gastronomischen Komponenten. Seitdem erfolgt die  Umsetzung. 1. Burgfest mit Mittelaltermarkt und Heerlager am Fuße des Tannenberg.
2002 Eröffnung der mittelalterlichen Erlebnisgastronomie durch „Allerley“.
2005 Eröffnung des Wirtshauses im ehem.Burgwartshaus von 1698. Die Sanierungszeit des Gebäudes dauerte aufgrund von Ausgrabungen und schwerer Schäden fast 10 Jahre.
2006/
2007
Wiederaufbau der westlichen Zwingermauer und Teile des Torhauses, unterstützt durch die "Deutsche Stiftung Denkmalschutz" und das Hessische Landesdenkmalamt.
2008 Gründung des Vereins "Lebendige Burg e.V. auf der Tannenburg. Ausbau der Schmiede und des Backhauses.
2011 Umfangreiche Sanierung der nordwestlichen Kernburg und der Dächer des Nordflügels und des Wirtshauses. Sanierung des großen Schornsteins im Wohnturm. Ausbauarbeiten im Mittelbau. Neue Kellertür zwischen Wirtshaus und Säulenkeller. Vielen Dank an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz an das Hessische Landesamt für Denkmalpflege!
2012 Ausgrabung der "Grube" in der Kernburg. Brunnen oder Zisterne? Teilrenovierung des "Rittersaals". Pflasterung der Terrasse.
2013 Ausgrabung der "Grube". Ausbauarbeiten im Mittelbau. Sanierung der östlichen Zwingermauer.

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